Donnerstag, 25. September 2014

'Du findest Innsbruck wirklich genau so hip wie Berlin?'

Das wurde ich neulich von einem neugierigen Twitter-User gefragt.

Was das Wort 'hip' für einen bedeutet, muss erstmal jeder für sich selbst ausmachen. Abgesehen davon finde ich das Wort ziemlich blöd und ja, warum nicht?

Was macht für mich eine hippe Stadt aus? Es sind nicht die Öffnungszeiten bis 22h (kein Mensch verhungert, wenn ein Laden um 19h schließt!), nicht die tausend Konzerte, Ausstellungen, Clubs und hippen Läden, nicht dieses ständige Gefühl zu haben man verpasst alles und nie das Gefühl von Ruhe. Das Gefühl zu haben, der eigene Alkoholkonsum sei nicht ausreichend, ohne Koks nichts los. Berlin hat von allem einfach zu viel, Reizüberflutung pur.  
Das neue Burger-Restaurant Ludwig eröffnete vor wenigen Tagen in der Museumsstraße. Ansehnlich, könnte genauso gut in Berlin stehen. In den nächsten Wochen wird dort mal gegessen und fotografiert.
Eine Stadt ist für mich hip, wenn ich die Freiheit habe, zwischen Kulturangeboten und Natur zu wählen. Es ist ein Privileg, auf der einzigartigen Berglandschaft einige Ruhestunden zu finden oder sich gar sportlich auszutoben. Berlin ist zwar grün, aber angelegte Parks und urige Natur sind für mich zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wenn man Glück hat, kann man hier so richtig krassen Tieren begegnen. Steinbock, Adler, Bär und Killerkuh. 
In Innsbruck kann man sich auch mit Kultur und Kunst beschäftigen oder sich in hippen Läden ein Fair-Trade-Käffchen mit Bio-Waffeln den Nachmittag ausschmücken (selbst für Veganer wird es zunehmend leichter auch mal in einem Restaurant zu essen). Es ist alles irgendwie da, nicht in einem so großen Ausmaß wie in Berlin, aber das ist auch gut so.

Ja, für mich ist Innsbruck mindestens genauso hip wie Berlin. Nur die Mietpreise nicht. 




1 Kommentar:

  1. Huh!? Das ist ja völlig an mir vorbeigegangen.
    Ludwig sieht ja ziemlich genial aus - danke für den Tipp! ;)

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